Die Geschichte des Museums

Die Idee, ein Museum der Flutkatastrophe von 1953 zu widmen, wurde im Laufe der Jahre mehrmals vorgeschlagen, blieb aber immer nur ein Plan. Die Phoenix-Caissons, mit denen das Deichloch in Ouwerkerk im Oktober 1953 geschlossen wurde, sind lange Zeit nicht viel mehr als markante Betonkolosse in der Landschaft.

Ein Projekt

Bis der 40. Jahrestag der Katastrophe im Jahr 1993 alte Ideen wieder aufflammen lässt. Es wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet und unter der Leitung von Ria Geluk wird das Projekt Watersnoodmuseum nun echt verwirklicht. Die Latte wird hoch gelegt. Die Arbeitsgruppe legt den Plan für das Watersnoodmuseum in den Phoenix-Caissons vor. Eine Herausforderung für den Architekten Evert Joosse aus Kloetinge, der – unterstützt von einer Gruppe Freiwilliger – die Pläne ausarbeitet.

Landschaftserneuerung

Für die Gestaltung wird die Utrechter Agentur für Bildungskommunikation „Podium“ eingeschaltet und die Suche nach Möglichkeiten zur Finanzierung des Projekts beginnt. Im Rahmen des Projekts „Landschaftserneuerung“ bieten Behörden, Unternehmen und Fonds Subventionen an.

Im September und Oktober 2000 ist die Gestaltung so weit fortgeschritten, dass beschlossen wird, das Museum in einer Testphase zu öffnen. Im darauffolgenden Winter wird die Gestaltung abgeschlossen. Die damalige Staatssekretärin für Verkehr und Wasserwirtschaft, Monique de Vries, unterzeichnet am 2. April 2001, in Anwesenheit von Freiwilligen, Sponsoren und vielen Gästen, die offizielle Eröffnung des Watersnoodmuseums.

Danach wurde das Museum schnell erweitert und umgebaut. Alle vier Phoenix-Caissons im Deichkörper in Ouwerkerk sind durch Gänge miteinander verbunden und als Ausstellungsräume angeordnet. Erinnerung und Gedenken sind Schlüsselbegriffe für das Museum, doch die Ausstellung hat hauptsächlich eine pädagogische Funktion. Überall im Museum wird eine Verbindung zwischen der Flutkatastrophe und neuen Erkenntnissen auf dem Gebiet der Wasserwirtschaft gelegt.