Der Designwettbewerb wurde von der Bouwkombinatie Maeslantkering gewonnen. Dieses Konsortium von Unternehmen entwickelte zwei massive „Tore“, die mit leistungsstarken Motoren vom Ufer aus ins Wasser gedreht werden können. Diese Barrieren sind jeweils 210 Meter lang – fast doppelt so hoch wie der Domturm in Utrecht – und sind mit einem riesigen Kugelgelenk mit einem Durchmesser von 10 Metern und einem Gewicht von 680 Tonnen am Ufer verankert.
Die Barrieren sind im Wesentlichen zwei schwimmende, hohle Pontons, die leer an ihren Platz gebracht werden. Anschließend werden sie mit Wasser gefüllt, um feste Barrieren zu schaffen. Wenn die Barriere wieder geöffnet werden muss, wird das Wasser aus den Toren gepumpt, und sie werden zurückgedreht. Dann schwimmen sie in ein Trockendock, um Rost zu verhindern und eine einfache Wartung zu ermöglichen.
1991 begann die Bouwkombinatie Maeslantkering mit dem Bau, und sechs Jahre später nahm Königin Beatrix das Sperrwerk offiziell in Betrieb. Das Maeslant-Sperrwerk kostete fast eine halbe Milliarde Euro.
Ein Besucherzentrum wurde ebenfalls eröffnet. Die jährliche Testschließung, die an einem Samstag Ende September stattfindet, zieht nach wie vor viel Aufmerksamkeit auf sich.